Hallo,
ich bin Claire.

Die erste digitale Bürgermeisterin der Welt. Scrolle, um mehr über mich zu erfahren.

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Es gibt Claire nicht wirklich

Sie ist ein Gedankenspiel, um zu zeigen, wie Politik in der Zukunft kommunizieren kann. Die Zeiten, in denen ein Flyer ausreicht, um Menschen zur Wahlurne zu bewegen, sind Geschichte. Heute müssen wir auf allen Plattformen für die Menschen da sein. Aber wie geht das?

Was ist Claire?

Die Person auf dem Foto existiert tatsächlich. Irgendwo. Wer sie ist, keine Ahnung. Sie erscheint, wenn Sie in einer Suche für Stockfotos „Person“ eingeben. Ich habe Claire erfunden, um an ihrem Beispiel zu zeigen, was politische Kommunikation heutzutage kann.

Claire ist eine Art virtueller Assistant. Ein digitaler Klon eines Bürgermeisters. Einige sagen dazu Bot, aber dieser Begriff ist mittlerweile zu negativ besetzt. Claire simuliert, durch die Art, wie sie mit Ihnen kommuniziert, echte Gespräche. Dadurch soll sich Politik greifbarer, nahbarer anfühlen.

 

Wo finde ich Claire?

Auf ihren smarten Geräten

Sie finden Claire aktuell auf allen Geräten mit Google Assistant (Auf Android-Geräten vorinstalliert, für IPhones im App-Store). Sprechen Sie Ihr Gerät an, etwa, in dem Sie „Ok, Google“ sagen. Sagen Sie dann: „Öffne Buergermeisterin Claire“. Fragen Sie sie anschließend beispielsweise, wie es ihr geht, was Sie für die Digitalisierung tun will oder ob zuerst das Huhn oder das Ei kam.

Die meisten Fragen kann sie aber aktuell noch nicht beantworten, weil sie ein Prototyp ist. 

Im Web

Claire hat eine eigene Landingpage, auf der Sie sie erreichen können. Nachdem Sie dort ein wenig mit Ihnen gechattet hat, wird sie Ihnen genau das sagen, was Sie hören wollen. Natürlich nur, wenn Sie sich darauf einlassen. 

Das ganze funktioniert mit Conditional Logic. Claire merkt sich beispielsweise, mit welchen Verkehrsmitteln Sie unterwegs sind oder wie alt sie sind und erstellt daraufhin ein Profil. Auf Basis von diesem Profil schlägt sie Ihnen etwa Programmpunkte vor, die für Sie interessant sein könnten. Sie sollten sie auf jeden Fall besuchen!

Fragen & Antworten

Sicher tauchen jetzt viele Fragen auf. Ich versuche, die wichtigsten zu beantworten.

Eine berechtigte Frage. Auch Experten wissen nicht genau, was Künstliche Intelligenz ist bzw. wo genau dort die Grenze verläuft. Es stellt sich schon die Frage: Was ist Intelligenz? 

Bei künstlicher Intelligenz (auf Englisch Artificial Intelligence, AI) geht es darum, menschliche Wahrnehmung und menschliches Handeln durch Maschinen nachzubilden. Mithilfe künstlicher Intelligenz kann Claire Ihnen beispielsweise personalisierte Wahlprogramme vorstellen.

Bei Deep Learning geht es vor allem um Informationsverarbeitung. Stark vereinfacht erklärt, füllt man einen Computer mit sehr vielen Daten, nach deren Auswertung er klüger ist. Wenn Sie also beispielsweise einem Computer sehr viele Stimmaufnahmen geben, kann er nach einer Weile ihre herausfiltern. So funktionieren beispielsweise auch Übersetzungsprogramme.

Die Frage, was man wirklich braucht, ist schwer zu beantworten. So gesehen braucht man kein Smartphone, um zu telefonieren. Es ist aber, im Vergleich zu einem alten Nokia, deutlich praktischer, weil es mehr bietet. 

Die Claire-Projekte bieten gefühlten Kontakt zu Politiker*innen, ohne zu viel Aufwand darzustellen. Man kann ihre Einführung beispielsweise mit Pressegesprächen und Social-Media Werbung kombinieren und so doppelt gewinnen.

Die Claire-Website definitiv. Sie ist technisch ausgereift und einer großen Masse an Menschen zugänglich, da sie kein spezielles Endgerät braucht. Einen Computer oder ein Smartphone hat nahezu jeder.

Bei der Version für smarte Geräte wie den Google Assistant wird es schwieriger, insbesondere weil die „Barriere“ des Aufrufes hier größer ist. Ich muss mich dafür recht gut mit meinem Smartphone auskennen, 

Die Claire Webpage basiert auf Landbot, die Software eines spanischen Start-Ups. Die Assistant-Dienste sind mit Google’s Dialogflow erstellt, die Plattformübergreifende smarte Dienste ermöglicht.

Bei der Webpage lässt sich die Frage eindeutig beantworten: Sehr Sicher! Alle Serverdaten liegen verschlüsselt in Belgien. Aber natürlich gibt es nirgendwo wirklich sichere Daten.

Alles, was Sie ihren virtuellen Assistenten sagen, ist hingegen natürlich nicht sicher. Es liegt schließlich bei Google. Dafür sieht der Creator  (sprich: Sie) die Eingaben nicht.

Über den Macher

Moritz Wächter

Moritz Wächter studiert Sozialpolitik an der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und arbeitet freiberuflich in der politischen Kommunikation. Im vergangenen Jahr hat er die Öffentlichkeitsarbeit für den Landesverband der Grünen in NRW gestaltet. Seine politischen Schwerpunkte sind die Sozial-und die Digitalpolitik. Sie haben noch Ideen? Schreiben Sie mir!

Moritz Wächter